Projekte & Profile

„WIR SIND OFFEN FÜR MENSCHEN MIT ZUWANDERUNGSGESCHICHTE“

Wie das Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss jungen Abiturienten hilft

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Jürgen Steinmetz, Vertreter des Landrats des Rhein-Kreises Neuss, stellt das Migranten-Stipendium vor (Foto: A. Wiese / Rhein-Kreis Neuss)

Bildung darf nicht von Einkommen und Vermögen abhängig sein. Der Rhein-Kreis Neuss nimmt das ernst und hat deshalb ein Stipendium eingerichtet. Seit 2009 werden so junge Studenten oder Schüler, die kurz vor dem Abi stehen und einen Migrationshintergrund haben, während des Studiums unterstützt und gefördert. In diesem Jahr sind 10 Abiturienten in den Genuss dieses Stipendiums gekommen. Sie werden 12 Semester lang mit 300 Euro im Monat unterstützt. Gefördert werden vor allem Migranten, die ein gutes bis sehr gutes Abitur haben und sich sozial engagieren. Jürgen Steinmetz, Stellvertreter des Landrats des Rhein-Kreises, hat uns erklärt, warum diese Stipendium so wichtig ist, und worauf es dem Rhein-Kreis dabei ankommt.

Interview hören:

Zwei junge Leute, die in den Genuss dieses Stipendiums gekommen sind, heißen: Svetlana Chernyshova und Hasa Dogan. Svetlana ist im Alter von 11 Jahren aus Moskau nach Neuss gekommen. Hasan ist aus der Türkei, aus dem Ort Nigde nach Neuss gekommen – ebenfalls mit 11 Jahren. Beide haben uns davon berichtet, wie ihnen das Stipendium beim Studium helfen konnte, und auch, wie sie die Anfangszeit in Deutschland erlebt haben.

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Svetlana Chernyshova aus Russland und Hasan Dogan aus der Türkei sind jeweils mit 11 Jahren nach Deutschland gekommen und haben das Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises erhalten

O-Ton Collage hören:

Mehr Informationen & Kontakt:

https://www.rhein-kreis-neuss.de/de/themen/schule_bildung/MigrantenStipendium.html

Ansprechpartnerin ist:  Eva Schmitt-Roth, Kulturzentrum Sinsteden, Tel: 02183 8067617

eMail: eva.schmitt-roth@rhein-kreis-neuss.de

Grevenbroicher Straße 29, 41569 Rommerskirchen


„WIR BRAUCHEN KEINE WORTE UM UNS ZU VERSTEHEN“

Mit dem Tanzprojekt an der GOT in der Südstadt in Grevenbroich wird Integration gefördert

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Die Kinder und Jugendlichen vom Tanzprojekt im Jugendtreff St. Josef in Grevenbroich

Tanzen ist ihre Leidenschaft und ihre gemeinsame Sprache. Einmal die Woche treffen sich etwa 30 Kinder und Jugendliche in der Grevenbroicher Südtstadt. Hier, im Jugendtreff St. Josef, proben und trainieren sie Schritte und „Moves“, um eine neue, eine eigene Sprache zu finden: Durch Bewegung. Ganz nebenbei wird dadurch nicht nur das Selbstvertrauen und die Initiative gefördert, sondern auch das Bewußtsein, dass jeder anders ist.

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Vanessa Mier ist Sozialpädagogin und hat das Tanzprojekt an der GOT ins Leben gerufen

Das Tanzprojekt wurde von Sozialpädagogin Vanessa Mier ins Leben gerufen. Sie sagt: Tanzen fördert die Integration.

Video sehen:

Interviews mit Vanessa Mier und Lena Erdmann hören:

Mehr Informationen & Kontakt

Homepage: http://www.got-grevenbroich.jimdo.com

eMail: Jugendtreff-St.Josef@got-grevenbroich.de

Telefon: 02181/9360


„WIE KOMME ICH HIER GUT AN?“

Der JMD hilft jungen MIgraten im Rhein-Kreis Neuss zentrale Fragen zu klären

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Caroline Di Totto hilft jungen Migranten dabei im Rhein-Kreis Neuss Fuß zu fassen

Der Jugendmigrationsdienst für den Rhein-Kreis Neuss – kurz JMD – hat sich auf junge Migranten spezialisiert. Der JMD hilft dabei, Anträge auszufüllen, gibt Orientierung und berät wenn es darum geht, einen Ausbildungsplatz zu suchen und sich hier in Deutschland zurechtzufinden. Manchmal geht es auch darum, eine Berufsausbildung aus dem Ausland in Deutschland anerkennen zu lassen. Und da fängt oft der Ärger an…

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Caroline Di Totto vom JMD berichtet von ihrer Arbeit und erklärt, in welchen Bereichen junge Migranten im Rhein-Kreis Neuss Unterstützung brauchen.

Video ansehen:

Interview hören:

Dem Zuwanderer Luois Namrood hat der Jugendmigrationsdienst schon helfen können. Als er aus dem Irak über Syrien nach Deutschland gekommen ist, hatte er bereits eine Ausbildung als Krankenpfleger in der Tasche. Das dachte er zumindest. Doch als er hier in Deutschland sein Studium, das er in Bagdad absolviert hatte, anerkennen lassen wollte, kam die Enttäuschung: Die Deutschen Behörden haben sein Studium erst nicht anerkannt.

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Louis Namrood bekam Hilfe beim Jugendmigrationsdienst

Erst nachdem der Jugendmigrationsdienst interveniert und Louis dabei geholfen hat, seine Ausbildung anerkennen zu lassen, bekamt er eine Stelle an der Uniklinik Düsseldorf.

O-Ton-Collage hören:

Auch Ayten Hüseynova, aus Baku in Aserbaidschan, bekam Hilfe beim JMD. Die MItarbeiter halfen ihr, ihrem Ziel einen guten Schritt näher zu kommen: Deutsch lernen und aus Ausbildung zur Erzieherin machen.

O-Ton-Collage hören:

Mehr Informationen & Kontakt

Informationsflyer des JMD

Facebook: https://de-de.facebook.com/jmdneuss

Dormagen: 02133/477802 / Kölner Straße 36 b

Grevenbroich: 02181/162783 / Ostwall 16

Neuss: 02131/277100 / Münsterplatz 16


MENSCHEN DABEI HELFEN AM LEBEN TEILZUNEHMEN

Wie das Bildungs- und Teilhabepaket im Rhein-Kreis Neuss greift

Die Schulsozialarbeiterin Andrea Kückels ist in Grevenbroich im Auftrag des Bildungs- und Teilhabepakets unterwegs

Die Schulsozialarbeiterin Andrea Kückels ist in Grevenbroich im Auftrag des Bildungs- und Teilhabepakets unterwegs

Wenn nichts mehr geht, kommen sie auf den Plan: Die Sozialarbeiter des Bildungs- und Teilhabepakets im Rhein-Kreis Neuss. Sie helfen Familien, die finanziell in Not sind dabei, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Wenn zum Beispiel das Geld für die Klassenfahrt oder das Mittagessen in der Schule nicht mehr reicht, sorgen sie dafür, dass Geld locker gemacht wird. Damit wird ein Bundesgesetz umgsetzt, das vor allem arme Familien davor schützen soll, sozial ausgeschlossen zu sein. In vielen Fällen helfen die Schulsozialarbeiter vor allem Familien aus dem Ausland.

Die Alte Feuerwache in der Innenstadt von Grevenbroich - hier arbeiten die Schulsozialarbeiter des Bildungs- und Teilhabepakets

Die Alte Feuerwache in der Innenstadt von Grevenbroich – hier arbeiten die Schulsozialarbeiter des Bildungs- und Teilhabepakets

Wolfgang Hufendiek, von der Stadt Grevenbroich, koordiniert die Arbeit der Schulsozialarbeiter im grevenbroicher Stadtgebiet – Andrea Kückels setzt die Arbeit in die Praxis um. Beide haben uns von ihrer Arbeit berichtet.

Foto-Interview hören und sehen

Interviews hören

Mehr Informationen & Kontakt

Homepage: http://www.rhein-kreis-neus.de/bildungspaket

eMail: heike.stump@rhein-kreis-neuss.de

Telefon: 02181 / 601-5032


„BEI UNS ENTSTEHEN FREUNDSCHAFTEN“

Wie „CareMigration“ das Gemeinschaftsgefühl in Neuss stärkt

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Teilnehmerinnen bei „CareMigration“

Unsere Gesellschaft lebt von Kommunikation. Keine Aktion zeigt das besser als „CareMigration“ in Neuss. Vor vielen Jahren startete die Sozialpädagogin Despina Kosmidou diesen interkulturellen Austauch. Die Aktion sammelt seither Preise und Auszeichnungen.

Entstanden ist die Idee als Kosmidou als Kursleiterin von Integrationskursen immer wieder von den Teilnehmern gefragt wurde „mit wem sollen wir ab jetzt reden?“. Daraufhin konzipierte sie ein Programm, damit Deutsche und MigranntInnen miteinander ins Gespräch kommen können. „CareMigration“ bringt interessierte NeusserInnen und frisch hinzugekommene oder schon seit Längerem in Neuss lebende MigrantInnen zusammen. Alle Teilnehmer werden auf ihr bürgerschaftliches Engagement mit einem kostenlosen interkulturellen Training vorbereitet. Und schon kurz danach geht es los: Es werden Tandems gebildet, in denen sich jeweils ein Deutscher Teilnehmer und ein Migrant miteinander treffen.

Die Art des Treffens ist dabei völlig offen: Die einen treffen sich Vormittags auf einen Kaffee und reden miteinander, die anderen verabreden sich zum Shoppen, zum Spazierengehen oder gehen ins Kino. Begleitet wird der Austausch durch regelmäßige Gruppentreffen.

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Sozialpädagogin Despina Kosmidou hat CareMigration ins Leben gerufen (Foto: Eva-Maria Noack)

Die Teilnahme an CareMigration ist kostenlos. Despina Kosmidou freut sich über Interessierte, die mitmachen möchten. Zu erreichen ist sie über info@caremigration.com.

Im Interview mit uns, hat sie uns am Rande eines Treffens zwischen MigrantInnen und Deutschen davon berichtet, wie wertvoll die Kontakte sind, die dabei entstehen.

Interview hören

Nadja Lánskykh und Tarana Allahyarova nehmen an CareMigration teil und sind begeistert

Nadja Lánskykh und Tarana Allahyarova nehmen an CareMigration teil und sind begeistert

Die beiden Teilnehmerinnen Nadja Lánskykh und Tarana Allahyarova nehmen zusammen mit vielen Anderen an CareMigration teil. Sie haben uns erzählt, warum sie davon profitieren.

Interviews hören:

Mehr Informationen & Kontakt

Homepage: http://www.verein-sum.de

eMail: info@verein-sum.de / info@caremigration.com


„WIR VIER HABEN SO VIEL GESCHAFFT…“

Die Geschichte einer Familie aus Bosnien, die in Grevenbroich eine neue Heimat fand

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Das ist der Weg, den Sabina zurückgelegt hat, um aus Bosnien und Herzegowina zu ihrem Ehemann Esad nach Grevenbroich zu ziehen (Grafik: Google Maps)

Vor 10 Jahren wagte Sabina aus Bosnien den Schritt ihres Lebens: Sie folgte ihrem Mann nach Deutschland – nach Grevenbroich. Sie war hochschwanger, von ihrer neuen Heimat, Grevenbroich, wusste sie nur wenig und die deutsche Sprache schien ein unüberwindbares Hindernis.

Hochschwanger, mit vielen Hoffnungen und Ängsten kam Sabina vor 10 Jahren am Flughafen in Frankfurt an. Dazu kamen die schmerzhaften Erfahrungen des Bosnien-Krieges: Sabina hatte während der Kämpfe als Krankenschwester gearbeitet und die Grausamkeit des Krieges erlebt.

Ihr Mann Esad hatte vor Sabinas Ankunft in Deutschland schon viele Jahre hier verbracht und gearbeitet und konnte ihr dabei helfen, sich in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden.

Zusammen erzählen Sabina und Esad, wie sie den gemeinsamen Anfang in Deutschland erlebt haben und sie berichten vom Bangen um ihren zweiten Sohn, der schwerbehindert zur Welt gekommen ist.

Interview hören

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